Sind meine Oberarme zu dick? Sind meine Hüften zu breit? Bin ich zu dick? Bin ich zu groß? Unsicherheiten, sie begleiten viele von uns Tag ein und Tag aus. Sie beeinflussen unsere Selbstwahrnehmung und dadurch auch die Wahrnehmung der anderen von uns.

Unsicherheiten

Es gibt Zeiten an denen diese Unsicherheiten besonders “sichtbar” werden. Die Badesaison hat begonnen. Konnten wir uns im Winter noch mit: “Es ist so  kalt da gehe ich nicht gerne schwimmen, ich möchte mir keine Erkältung einfangen”, retten, so ist das im Sommer schon weit schwerer.

Also packen wir unsere Badesachen aus.

Badeanzüge, Bikinis & Co

Lange können wir dann vor dem Spiegel verbringen und uns in unseren Badeanzügen, Tankinis oder Bikinis betrachten. Passt denn alles? Können wir so ins Schwimmbad oder an den Strand gehen? Andere werden uns sehen und wir können uns nicht verstecken. Wir zupfen und zerren und überlegen, was wir am Besten alles mit dem bisschen Stoff verstecken können.

Sich zeigen

Doch verstecken ist nicht so einfach möglich. Jetzt haben wir also die Wahl eine große Tunika überziehen und uns verstecken oder..ja, was oder..oder eben nicht.

Ich weiß es sagt sich so einfach: “Habt Spaß, springt in diesen Pool, taucht ins Meer und denkt euch nichts dabei!” Das ist alles andere als einfach. Jahrelang habe ich selbst die Option mit der weiten Tunika gewählt um ja alles kaschieren zu können.

Doch einmal ganz ehrlich, ich will meinen Spaß. Ich will verdammt nochmal in diesen Pool springen, oder im Meer schnorcheln, ich will unbefangen sein, ich will mich  nicht verstecken. All diese kleinen und großen Unsicherheiten, von denen will ich mich einfach nicht bestimmen lassen.

Wie ich das mache? Es hat lange gebraucht um meinen Körper wirklich zu sehen wie er ist, mit all seinen Dellen, mit den dicken Oberarmen, mit dem deutlich sichtbaren Bauch. Aber auch mit den langen Beinen, dem schönen Dekolleté und dem netten Po. Ich habe meinen Körper kennengelernt und weiß, dass er zuviel Wein nicht verträgt, dass ihm nach einem Liter Cola übel wird und er zuviel Fettiges nicht mag.

Allerdings weiß ich auch, dass er Eiscreme liebt und mexikanisches Essen großartig findet ;). Ich habe Menschen um mich die mich mögen, die meinen Körper und mich schön finden, die  mich ermutigen.

Die Bikini-Challenge

All das hat geholfen, hat mich dabei unterstützt mich schön zu finden und meinen Frieden mit meinem Körper zu machen. Deshalb habe ich mir für dieses Jahr etwas Neues vorgenommen: Ich werde einen Bikini tragen, öffentlich, für alle sichtbar und es wird mir Spaß machen.

;)..nun gut, ich würde wohl nicht so viele Worte darum machen, wenn das so leicht wäre. Andererseits wovor fürchte ich mich? Dass andere mir erklären wie mein Körper aussieht, wie dick er ist, wie groß? Tja, das weiß ich schon. Deshalb heißt es in diesem Jahr rein in den Bikini und rein ins Vergnügen.

Natürlich werde ich euch davon erzählen, ob das mit dem “Frieden machen” wirklich so geklappt hat und deshalb der Bikini so gar kein Problem mehr für mich darstellt.

Ein ist jedoch klar: von Unsicherheiten lasse ich mich nicht mehr beeinflussen. Sie werden in keinem Fall bestimmen wie ich lebe und schon gar nicht werden sie mir den Badespaß verderben. Also auf in die Wellen und viel Vergnügen.

 

Mehr zum Video von Today:

http://www.today.com/series/love-your-body/women-bare-it-all-send-striking-message-swimsuit-season-t111858