Ein kleines Mädchen hätte gerne Pommes, ein kleiner Junge einen Brownie. Was sie bekommen ist Salat mit etwas Zitrone, weil es gesünder ist. Beobachtet werden dabei die Reaktionen der Restaurantgäste auf die Mutter, die es vermeintlich gut meint und dabei in die falsche Richtung geht.

Essen ist für viele Frauen und Männer mit denen ich spreche kein einfaches Thema. Viele hatten mit Essstörungen zu kämpfen, haben nie gelernt ein gutes Verhältnis dazu aufzubauen.

Wenn ich an Essen denke, dann denke ich an große Esstische, Familenfeiern, Sonntagskuchen bei Oma, romantische Dates, lustige und lange (wirklich lange) Mädlsabende. Ich denke aber auch an eine Waage, an besorgte Gesichter von Ärzten, an mich auslachende Gesichter im Schwimmbad in meiner Kindheit, wenn ich mir eine Portion Pommes geholt habe, an schräge Blicke wenn ich auf der Straße esse.

Ich denke an Lust und Leidenschaft fürs Essen, ich denke an Maßregelung und gesellschaftliche Normen. Essen muss nicht maßlos sein, Essen muss nicht ungesund sein um perfekt zu sein. Essen muss aber auch nicht immer gemäßigt sein um gut für einen zu sein.

Ist es nicht gerade die Ausgewogenheit auf die es ankommt? Weg vom Kalorienzählen hin zum Auseinandersetzen mit Nahrung, damit was ich zu mir nehme und wie sich das auf meinen Körper auswirkt….? Essen sollte doch nicht Bestrafung oder Belohnung sein, sondern auch Spaß und Genuß…

Was meint ihr? Habt ihr ein gutes Verhältnis zum Essen, zum Thema Ernährung?

Was ist Essen für euch? Lust oder Belastung?

 

Mehr zum Video der US-Sendung “What would you do?”:

http://www.littlethings.com/wwyd-body-positive/

Video: abc “What would you do?” – YouTube