Alles dreht sich um die Liebe. Der Valentinstag steht vor der Tür. Herzen, Blumen und Luftballons stehen da hoch im Kurs. Doch wie sieht es eigentlich mit der Sellbstliebe aus? Damit, sich selbst zu schätzen, sich und seinen Körper zu lieben. Gibt es dafür eigentlich auch Glückwunschkarten?

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Liebe

So ist er also wieder da, der Valentinstag. Wie in jedem Jahr sieht man an allen Ecken der Stadt Herzen. In Blumensträußen, aus Schokolade oder als Badebombe getarnt. Es wird romantisch. Da werden Schmuckstücke verschenkt und Tische in Restaurants reserviert, um den romantischsten Tag des Jahres zu begehen.

Doch was feiern wir da alle eigentlich? Die Liebe, die Zweisamkeit? Oder doch eher die Schokoladeindustrie ;). Nichts gegen Romantik bitte, schließlich nehmen wir uns oft viel zu wenig Zeit zu Zweit. Der hektische Alltag, Termine und Verpflichtungen lassen traute Zweisamkeit nicht immer zu. Da ist ein extra Tag, an dem einem die Liebe quasi überall entgegen schreit vielleicht sogar ganz hilfreich.

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Selbstliebe

Jetzt klinge ich fast ein bisschen sarkastisch. Kann das sein? Vielleicht. Anlässlich des Valentinstag stelle ich mir nämlich eine ganz andere Frage. Da frage ich mich, wie es mit der Selbstliebe aussieht. Damit, seinen eigenen Körper zu mögen, sich selbst einfach gut zu finden. Dabei wurde öffentlich selten so viel über Körperakzeptanz und Körperliebe gesprochen wie heute. Bücher, Aufrufe zu mehr Akzeptanz verschiedener Körperformen, werden immer beliebter.

Gut so, ist es doch eigentlich höchste Eisenbahn, dass wir öffentlich darüber sprechen, dass wir diskutieren. Über Schönheitsideale und Zwänge, über Liebe und Selbstliebe.

Wenn du den Rahmen sprengst

Doch wie ist das eigentlich wenn du anders bist? Wenn dein Körper in kein gefälliges Bild passt, wenn du den Rahmen sprengst? Da wird dann nicht mehr über sexy Kurven, sondern über Adipositas (krankhafte Fettsucht, Anm. der Red.) gesprochen. Da wird seltener über Selbstliebe und mehr über Magenbypässe diskutiert. Es geht hier nicht um Lieben, eher erst mal darum, morgen nicht sofort tot umzufallen.

Das Kategorisieren von Menschen und ihren Körpern steht immer noch hoch im Kurs. Auch wenn einzelne Menschen gängige Ideale hinterfragen, oder einige Frauen und Männer als Plus Size Models internationale Laufstege erobern.

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Kategorie Körperfett

Selbst innerhalb dieser Community – den Plus Sizes – gibt es Vorurteile und Klischees. Die “guten” und die “bösen” Dicken. Die gerade noch erlaubten und die alle Grenzen überschreitenden dicken Frauen und Männer. Da sprechen wir von den, auch modisch immer selbstbewusster werdenden, Inbetweenies und den dicken Menschen, deren BMI für viele die Grenze des guten Geschmacks schon längst überschritten hat.

Dabei ist der (Selbst-)Liebe keine Grenze gesetzt. Sie hört nicht dort auf, wo es sie laut öffentlicher Meinung gar nicht mehr geben darf. Zumindest sollte sie das nicht. Denn wenn wir darüber diskutieren, die verschiedensten Körperformen zu akzeptieren, dann hört das doch nicht bei einer bestimmten Kleidergröße auf. Dann müssen wir darüber sprechen, dass wirklich jede/r ein Recht darauf hat sich zu lieben und geliebt zu werden.

Keine Grenzen

Das ist übrigens ein Thema, das mir seit langem durch den Kopf geht. Vielleicht, weil ich für manche die körperlich gefällige Grenze schon überschritten habe, oder ich mich, so toll es auch ist, dass über Körperideale diskutiert wird, in der öffentlichen Diskussion nicht immer wiederfinden kann. Denn je mehr ich mich mit dem Thema Selbstliebe und Körperakzeptanz beschäftige, desto unsicherer werde ich. Desto mehr hinterfrage ich meinen eigenen Körper, desto mehr fällt mir auf, wie exklusiv Körperliebe ist.

Denn im öffentlichen Bild sind der Liebe zum eigenen Körper immer noch Grenzen gesetzt. Da dürfen sich einige lieben, andere ein bisschen weniger und wieder einige sollten sich eher schämen als lieben.

To be continued…

Ein endloses Thema. Weshalb wir es auch zu dem Thema für 2018 machen werden. Selbstliebe, Körperliebe und Akzeptanz. Die Optimierung des eigenen Ichs und der Genuss und die Freude am Leben. Ohne Grenzen, ohne Schranken, ohne böse Blicke. Einfach nur ganz viel Liebe.

Anfangen werden wir dabei mit dem Thema Selbstoptimierung, mit Fragen über Klischees oder auch Diäten. Nein, keine Sorge, hier gibt es KEINE Diätratgeber. Lasst euch überraschen, in den nächsten Wochen erfahrt ihr mehr.

Bis dahin…habt einen wunderbaren Valentinstag. Ob ihr ihn mit eurer Partnerin / eurem Partner begeht oder euch vor den Spiegel stellt und euch einfach selbst lieb habt ist dabei einerlei.

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Kleid: Studio8 via navabi*

Kette: Sweet Deluxe (gefunden bei Lady2)

Schuhe: Poetic Licence

 

*Das Kleid wurde mir freundlicher Weise von Navabi zur Verfügung gestellt.