Foto 27.11.15

Dürfen es Blinis mit Lachs sein, ein Filet vom Seesaibling mit Weißweinsauce oder doch lieber Rindsbackerl á la Bourguignonne? Die Speisekarte im Nascha’s am Petersplatz (1. Bezrik Wien) liest sich wirklich verlockend. Das Nascha’s stand schon seit geraumer Zeit auf meiner Restaurants-ToDo-Liste und so habe ich mir eine fabelhafte Begleitung geschnappt um den kulinarischen Tempel zu erkunden.

Das Essen: Während sich meine wunderbare Begleitung für einen Kalbstafelspitz mit Wurzelgemüse und Apfelkrenn und einer anschließenden kleinen Käseplatte mit Feigensenf entschieden hat, wollte ich unbedingt die Hummercrèmesuppe mit Vanille-Marsalla und das Lombardische Ragout vom Lamm mit Zitronen Basilikum-Pesto und Kartoffelpüree probieren. Natürlich konnte ich das Lokal nicht ohne Nachtisch gegessen zu haben, verlassen. Also bestellte ich noch ein klitzekleines, mächtiges Schokobömbchen ;).

Die Qualität der Speisen war sehr gut, von der Vorspeise bis hin zum Nachtisch, die Präsentation der Speisen war wunderbar. Das Lammfleisch zerging sozusagen auf der Zunge. Jetzt kommt der Teil, der mir schwer fällt, nämlich der zu beschreiben, was gefehlt hat. An Leidenschaft hat es gefehlt, am Geschmack. Während das Fleisch auf der Zunge zerging dachte ich so bei mir: “Wo bleibt dieser WOW-Moment?” Dieser Moment in dem ich voller Genuss meine Augen schließe… Alles schmeckte ok, nichts wirklich fantastisch. Ein bisschen mehr Gewürz (Vielfalt..ich spreche nicht von Salz), ein Hauch  mehr Leidenschaft und zu sehr guter Qualität würde sich auch ein tolles Esserlebnis gesellen.

Das Platzangebot: Als ich vor einiger Zeit zum ersten Mal im NASCHA’s war, befand sich in der oberen Etage ein charmantes Bistro, in der unteren Etage das Restaurant. Die Atmosphäre des Bistros lies sich gut mit dem Wort “charmant” beschreiben. Diesem Charme scheinen viele Kunden erlegen zu sein, denn das Bistro wurde zu einem Restaurant ausgebaut. Leider hat es dabei etwas an Charme eingebüßt, die Atmosphäre ist recht angenehm, doch ich habe ein bisschen das besondere Etwas vermisst. Die Einrichtung ist geschmackvoll, allerdings stehen die Tische etwas eng bei einander, das macht es für uns Plus Size-Ladies nicht einfacher auf den (dann doch) gemütlichen Bänkchen Platz zu nehmen. Die Sessel sind hingegen nicht wirklich für breitere Oberschenkel gemacht.

Der Service: Sehr höflich, allerdings zunächst überbeflissen, ein bisschen zu bemüht, zum Ende hin war vom Service allerdings kaum mehr etwas zu sehen und wir mussten mehrmals nach der Rechnung verlangen.

Das Fazit: Das Nascha’s will mit Klarheit und Qualität überzeugen. Beides hat mich überzeugt, aber was soll ich sagen, ich habe mir mehr erwartet. Die Preise sind für Innenstadtverhältnisse nicht exorbitant hoch, dennoch im gehobenen Bereich (Lammragout 18 Euro, Tafelspitz 22 Euro). Nichts was ich mir jeden Tag gönne,  dafür würde ich mir dann auch ein entsprechendes “Genusserlebnis” erwarten. Vielleicht bin ich aber auch nicht der Typ für soviel Reduktion und Klarheit, das wäre möglich…..

 

Für das Nascha’s gibt es von mir 2 1/2 von 5 “curvectischen” Kurven:

( ) ( ) (

Foto 27.11.15-2

 

Foto 27.11.15-3

Foto 27.11.15-4

Foto 27.11.15-5

Foto 27.11.15-6

Foto 27.11.15-8

 

Und weg ist sie, die schokoladige Köstlichkeit

Und weg ist sie, die schokoladige Köstlichkeit

Beitragsbild © Nascha’s