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Zwischen den Jahren, kurz vor Silvester. Das bedeutet für viele von uns ein Revue passieren. So denken wir über das vergangene Jahr nach. Über schöne und weniger schöne Dinge. über Fehler und Erfolge. Dabei möchte ich in diesem Artikel aber nicht zu sehr ausholen. Deshalb gibt es heute meine Top 5 der Dinge, die ich in diesem Jahr  gelernt habe und ins nächste Jahr mitnehme.

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Zwischen den Jahren

Dann fangen wir doch gleich bei Nummer 1 an.

Nummer 1

Über die eigenen Grenzen zu gehen, kann zum großen Erfolg oder aber auch zum totalen Reinfall werden.

Ob Fotoprojekte, Events oder auch Kooperationen. Wie oft ich in diesem Jahr meine eigenen Grenzen ausgetestet und darüber hinaus gegangen bin kann ich fast nicht zählen. Dabei sind viele schöne Dinge entstanden, tolle Curvect Bride Fotos  zum Beispiel oder auch Kooperationen mit spannenden österreichischen Designern.

Doch nicht alles ist immer eitel Sonne. Da gab es Momente in denen ich nicht wusste, wie es weiter gehen soll. In denen einfach nichts gelungen ist. Panikattacken um 3 Uhr morgens, weil auf einmal der geliehene Schmuck nicht dort war, wo er sein sollte. Dabei hatte ich ihn einfach im Fotostudio vergessen, weil ich total übermüdet war.

Was ich mitnehme? Dass ich nicht alles alleine machen kann und vor allem, dass ich gar nicht alles machen muss. Projekte müssen nicht immer riesig sein um gut zu werden. Keep it simple but gorgeous sozusagen. Einfacher kann genau so fabelhaft sein.

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Nummer 2

Pläne sind das eine, die Realität ist das andere. Als ich Curvect vor drei Jahren ins Leben gerufen habe und mich vor zwei Jahren dann damit selbständig gemacht habe, hatte ich viele Pläne. Davon konnte ich einiges umsetzen, manches gelang aber gar nicht. Das kann entmutigend sein. Doch es ist kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Nun, zumindest nicht für lange.

Denn oft ändert sich zwar der grundsätzliche Plan, aber neue Dinge ergeben sich. Durch Menschen, die man kennen lernt, Kooperationspartner die man dazu gewinnt, an die man aber zuvor gar nicht gedacht hätte.

 

Nummer 3

Plus Size ist nicht gleich Bodypositivity. Darüber habe ich ja schon einmal geschrieben. Allerdings fällt mir zunehmend auf, wie gespalten die Plus Size Community eigentlich ist und wie viele Vorurteile es auch hier gibt. Nicht nur das, auch der Begriff Bodypositivity wird fast schon inflationär benutzt.

Dabei schreiben sich manche Körperliebe auf die Fahne und kritisieren dennoch an Körpern anderer herum. Waren es vor einigen Jahren noch eher einheitlich “dicke Menschen”, so haben wir uns jetzt vor allem auf, medizinisch definiert, auf adipöse Menschen eingeschossen. Soll heißen, curvy ist teilweise etwas mehr genehm, aber Tess Holliday ist doch eher das mahnende Beispiel für nahende Krankheiten und den körperlichen Verfall.

Wir sollten uns wirklich bewusst machen, was wir manchmal so sagen. Das ist nicht nur verletzend, sondern verbreitet sich auch. So können sich Stigmata und Vorurteile weiter fortsetzen. Nicht sehr Körper positiv wenn ihr mich fragt.

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Nummer 4

Plus Size als Wirtschaftsfaktor ist nicht gleich Verständnis für kurvige, dicke Menschen. Denn manchmal wird Plus Size so zum Lippenbekenntnis. Das merkt man so manchem Design auch an. Da wirkt Kleidung lieblos und offizielle Statements über kurvige Menschen sind schlicht unglaubwürdig.

So habe ich in diesem Jahr unter anderem gehört, dass Plus Size Frauen nicht zu viele Farben oder zu viele Muster tragen dürfen. Das Wort “kaschieren” fiel ebenso. Jetzt ist Mode natürlich auch ein subjektives Thema. Dabei sind Geschmäcker eben divers.

Nichts desto trotz, dicke Menschen gut anzuziehen heißt denke ich auch, sich von Klischees zu verabschieden.

Nummer 5

Plus Size ist ein Begriff aus der Wirtschaft, für die Wirtschaft. So sehr ich den Begriff selbst auch mag. Steht er doch meiner Meinung nach für eine Generation an Menschen, die zu ihrem Körper stehen und mehr Vielfalt einfordern. So z. B. #moreplusplease

Dennoch fehlt dem Begriff etwas. Denn er orientiert sich an wirtschaftlichen Interessen. Das ist jetzt per se nicht falsch, beschäftige ich mich doch auch beruflich mit der Zielgruppe Plus Size. Doch möchte man darüber hinaus auch politisch die Sicht auf dicke Körper ändern, greift der Begriff einfach zu kurz.

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2019

So denke ich zwischen den Jahren über all das eben geschriebene nach und nehme mir vieles vor. Den Begriff Plus Size für mich neu zu definieren zum Beispiel. Dazu gehört für mich auch mehr über die “Zielgruppe” Plus Size zu erfahren, über das Leben von dicken, kurvigen Menschen.

Dabei denke ich über neue Projekte nach und habe natürlich schon einige Dinge in Planung. Was aber nicht zu kurz kommen darf: Mode. Die ist und bleibt einfach ein wesentliche rund fixer Bestandteil hier auf Curvect. Ob, wie heute, Violeta bei Mango, oder auch Designermode. Es gilbt über Grenzen hinweg zu denken und einige modische Experimente zu wagen.

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Worüber denkt ihr so nach zwischen den Jahren? Zieht ihr ein positives Fazit über das Jahr 2018 und worauf freut ihr euch im Jahr 2019?

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Kleid: Violeta by Mango

Mantel: Violeta by Mango

Ohrringe: Mango

Clutch: LYDC

Stiefeletten: H&M – Alternative hier & hier